Namibia, 2019. Ich war 16, unsere Digicam hatte gerade den Geist aufgegeben – und ich hatte einen Plan.
Einen Vater zu überreden ist eine Kunst. Ich hab sie gemeistert. Eine Canon Kamera später stand ich mitten in der namibischen Savanne und wusste: Das ist es! Nicht die Savanne, nein – die Kamera. Seitdem hat mich die Fotografie nicht mehr losgelassen. Ich hab Blut geleckt, mich weitergebildet, viele Stunden hinter dem Sucher verbracht und schlussendlich sieben Jahre später einen Gewerbeschein beantragt – und die Begeisterung ist ehrlich gesagt noch genauso groß wie am ersten Tag.
Was mich dabei antreibt ist ziemlich simpel: Es gibt keine unfotogenen Menschen! Es gibt nur Situationen in denen sich jemand nicht wohlfühlt – und Fotograf:innen die es nicht schaffen daran etwas zu ändern. Wer entspannt ist, wer lacht, wer einfach sich selbst sein darf, ist immer fotogen. Immer! Und genau deshalb fängt meine Arbeit lange vor dem ersten Klick an – mit der richtigen Musik, dem richtigen Witz zur richtigen Zeit und dem Gefühl dass hier niemand bewertet wird. Ich schaffe einen Raum, der dich vergessen lässt dass du überhaupt vor der Kamera stehst – und der dich einfach du selbst sein lässt. Der Rest passiert von alleine.
Was und wie ich fotografiere ist dabei eigentlich immer gleich – ein Portrait. Ob Brautpaar, Führungskraft, Eventgast oder Firmengebäude: Ich stelle eine Sache in den Mittelpunkt, lenke den Blick darauf und halte genau diesen Moment fest. Was sich verändert ist der Kontext. Der Blick bleibt derselbe.
Nebenbei studiere ich Politik und Medienwissenschaft, brenne für Jugendbeteiligung und glaube daran dass Neugier, gute Musik und echte Verbindungen zu Menschen das Leben reicher machen – vor und hinter der Kamera.
Noch etwas, das mir am Herzen liegt: Du bist ein gemeinnütziger Verein, ein Tierheim oder eine Initiative die etwas Gutes tut – aber das Budget für professionelle Fotos fehlt? Schreib mir trotzdem. Ich schaue mir jeden Fall individuell an.